Vanillin: Der sanfte Wächter (und warum wir kein Aroma brauchen)

Wer„Vanille“ hört, denkt wahrscheinlich an Pudding und Eis, oder auch an das kleine Tütchen Vanillezucker beim Backen. Wir verbinden Vanille mit Süße, mit Kindheit, mit Dessert. Lecker, aber ansonsten unspannend.

Wie aber das Vanillin in den Keksen aus dem KeksLab wirkt, hat nichts mit künstlichem Backaroma zu tun. Wir schütten es auch nicht als Zutat in den Teig. 
Es entsteht von selbst.

Transformation

Wir haben hier im Blog schon einmal über Deketene Curcumin berichtet, unseren Star aus der Kurkumawurzel. Wenn Curcumin in deinem Körper (oder in unserem speziellen Herstellungsverfahren) verarbeitet wird, zerfällt es in verschiedene Bausteine. Man nennt das Metaboliten.

Und einer der wichtigsten Metaboliten von Curcumin ist Vanillin.

Das bedeutet: Das „Wunder Curcumin“, das seit Jahrtausenden erforscht wird, ist vielleicht gar kein Solokünstler, sondern eher ein Transportmittel. Vanillin ist einer jener Wirkstoffe, die am Ende übrig bleiben und die eigentliche Arbeit verrichten.

Wir fügen den Kekse kein Aroma hinzu, wie wir generell auf jegliche Zusatzstoffe verzichten. Das feine, schnell nicht wahrnehmbare Vanillin in den WächterEcken und KraftEcken ist der Beweis, dass die Transformation des Curcumins gelungen ist.

Warum Vanillin mehr ist als nur lecker

Wenn Vanillin einmal da ist (entstanden durch unseren Herstellungsprozess oder in unserem Stoffwechsel), fängt es an zu arbeiten. Und zwar nicht als Geschmacksverstärker, sondern als hochwirksames Supermolekü .

Die Forschung zeigt uns drei Eigenschaften, die uns verblüffen lassen:

1. Balsam für die Nerven (Neuroprotektion)

Vanillin ist ein „Hirnschmeichler“. Studien deuten darauf hin, dass es die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Dort angekommen, wirkt es neuroprotektiv. Das heißt: Es schützt Nervenzellen vor Entzündungen und oxidativem Stress. Es beruhigt unser stressbelastetes Nervensystem.

2. Der Radikalfänger

Ähnlich wie die anderen Supermoleküle ist Vanillin ein potentes Antioxidans. Es neutralisiert aggressive Sauerstoffmoleküle, bevor sie Zellwände beschädigen können. 

3. Der Teamplayer

Es gibt Theorien, die besagen, dass viele der positiven Effekte, die wir Kurkuma zuschreiben, eigentlich auf das Konto seiner Abbauprodukte wie Vanillin und Ferulasäure gehen. Vanillin ist kein Nebenprodukt, sondern genauso wichtig wie die anderen Stoffe.

Ein Hauch von Nichts mit großer Wirkung

In unseren KraftEcken und WächterEcken wirst du Vanillin kaum schmecken. Wir machen ja keine Süßwaren. Aber dein Körper wird es spüren.
Es entsteht, wenn man den richtigen pflanzlichen Zutaten exakt die passende Zeit bei genau der richtigen Hitze gibt.

Was wir über Vanillin wissen, zeigt einmal mehr: Die Natur verschwendet nichts. Selbst wenn ein Molekül zerfällt, entsteht daraus etwas Neues, Wertvolles.

Ein Wort zur Transparenz
Unsere Beschreibungen der Supermoleküle basieren auf der wissenschaftlichen Theorie der angewandten Prozesse (wie der thermischen Transformation). Ob und in welcher exakten Konzentration diese Verbindungen im finalen Keks landen, leiten wir aus diesem Verfahren ab – und sehen uns durch die spürbaren Erfahrungen unserer Community bestätigt. Da wir mit einem komplexen Naturprodukt arbeiten, handelt es sich um theoretisch begründete Annahmen, nicht um laboranalytisch garantierte Werte jeder einzelnen Charge. Unsere Produkte sind Genussmittel mit Funktion (Functional Food), keine Arzneimittel, und dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.

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